Red Bull

Red Bull verleiht Flügel – in vegan?

Red Bull Dosen

Die berühmten Red Bull Dosen
(andi-h / pixelio.de)

Wenn man an Energy Drinks denkt, denkt man wohl noch immer, trotz immer größer werdender Konkurrenz, zuerst an Red Bull. Die österreichische Marke war eine der ersten und ist bis heute unangefochtener Marktführer mit einem Marktanteil von weltweit ca. 70%. Bereits seit 1987 ist die Marke auf dem Markt und wurde erlangte durch geschicktes Marketing in rasanter Geschwindigkeit einen hohen Bekanntheitsgrad und eine große Beliebtheit. Doch was einst nur Marketing war, ist heute Konzept. So ist der Name Red Bull aus vielen Bereichen nicht mehr wegzudenken. So sponsort bzw. besitzt Red Bull inzwischen Fußballteams wie RB Leipzig, wobei das RB hier aufgrund nationaler Regularien offiziell noch für RasenBallsport steht) oder Red Bull Salzburg. Aber auch in anderen Sportarten ist Red Bull durch seinen Namen stark vertreten. Hauptsächlich handelt es sich um Trend- und Extremsportarten, wie Snowboarding, Mountainbiking, Climbing oder auch beim bekannten Red Bull Air Race. Doch all das soll uns an dieser Stelle weniger beschäftigen. Viel mehr interessiert uns natürlich die Frage nach dem Ursprung der Red Bull GmbH, nämlich der Energy Drink und natürlich dessen Zusammensetzung.

Doch vielleicht eines vorweg, sehr freundlich hat man seitens Red Bull nicht auf unsere Anfrage reagiert. Wir fragten nach den Inhaltsstoffen, der Verpackung und auch das Thema Tierversuche ist Teil unserer Produktanfragen. Als erste Reaktion seitens Red Bull erhielten wir folgende E-Mail:

Sehr geehrter Herr […],

vielen Dank für Ihre Anfrage und Ihr Interesse an Red Bull.

Informationen über Red Bull® Produkte finden unter http://energydrink-de.redbull.com/red-bull-energy-drink.

Weitere Informationen können wir Ihnen leider nicht zur Verfügung stellen.
Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Das haben wir im Vorfeld bereits getan, weshalb wir auch so hätten sagen können, dass die Produkte bzw. deren Inhaltsstoffe als solche vegan sind. Dies kann man auf der folgenden Seite nachlesen: Red Bull Q&A zum Thema vegan und glutenfrei

Dennoch hätte man uns dies ja per E-Mail mitteilen können. Zudem entheilt unsere Anfrage ja weitere Punkte, die auf der genannten Homepage eben nicht behandelt werden. Red Bull war im Jahr 2005 durch die Unterstützung von Tierversuchen  ins Gespräch geraten (Quelle: Ärzte gegen Tierversuche e.V.), stellte diese Unterstützung aber im Jahr 2007 wieder ein (Quelle: Internationaler Bund der Tierversuchsgegner). Dadurch ist Red Bull allerdings ein gebranntes Kind, weshalb wir natürlich noch einmal nachgefragt haben, wie Red Bull denn heute zu diesem Thema steht. Daraufhin erhielten wir in der Tat ein kurzes Statement:

Sehr geehrter Herr […],

vielen Dank für Ihre erneute Anfrage.

Red Bull enthält eine Vielzahl an Zutaten und Zusatzstoffen wie Koffein, Taurin, Vitamine und Farbstoffe, die generell als sicher anerkannt sind. Einige Zutaten wie z.B. Zusatzstoffe müssen strengen Testverfahren, die von Behörden verpflichtend vorgeschrieben werden, unterzogen werden. Dies gewährleistet, dass alle Lebensmittel, die auf dem Markt erhältlich sind, für den Konsumenten sicher sind.
Aufgrund dieser gesetzlichen Bestimmungen kann es auch vorkommen, dass Tests an Tieren durchgeführt werden müssen, um die Sicherheit von Zutaten und Zusatzstoffen für den menschlichen Verzehr zu gewährleisten. Basierend auf den Resultaten dieser Tests werden von den Behörden Höchstgrenzen für bestimmte Zutaten und Zusatzstoffe festgelegt. Dies gilt allerdings nicht nur für Zutaten von Red Bull, sondern für die meisten Lebensmittel, die am Markt erhältlich sind.

Red Bull selbst führt keine Tierversuche an seinen Produkten durch.

Dazu vielleicht ein paar Worte unsererseits: Dieses Statement erscheint in der Tat ein wenig ausweichend. Red Bull selbst führt keine Versuche durch, aber das haben sie zwischen 2005 und 2007 auch nicht. Sie haben lediglich Versuche unterstützt. Eine klare Differenzierung von derartigen Versuchen sieht eindeutig anders aus, zumal aus der Mail ersichtlich wird, dass durchaus für gewisse Zusatzstoffe Tierversuche durchgeführt werden könnten. Es wird auch nicht deutlich, dass Red Bull in dieser Tatsache ein großes Problem sieht. Zudem übergeht das Unternehmen auch geschickt den Teil unserer Frage, in dem es um die finanzielle Unterstützung von Tierversuchen geht. Das passt auch zu einer Passage aus dem oben verlinkten Text des Internationalen Bundes der Tierversuchsgegner, in dem es heißt:

Doch inwieweit Red Bull gänzlich auf die Förderung von Tierversuchsprojekten (etwa im Bereich der Alzheimer- und Parkinson-Forschung) verzichtet, ist noch offen.

Eine weitere Nachfrage unsererseits, ob man das Statement vielleicht genauer erläutern könnte und ob man denn Versuche finanziell unterstützen würde, was in der Antwort nicht explizit bestritten wird, wurde bisher ignoriert. Wie vegan ihr Red Bull nun einstuft, ist euch überlassen. Derzeit sind folgende Produkte auf dem Markt:

  • Red Bull Energy Drink
  • Red Bull Energy Shot
  • Red Bull Sugarfree
  • Red Bull Zero Calories
  • Red Bull Red Edition (Cranberry)
  • Red Bull Silver Edition (Limette)
  • Red Bull Blue Edition (Heidelbeere)
  • Red Bull Cola

Produktliste laut Unternehmens-Homepage, Stand 05. April 2014

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