Pepsi

Der US Getränke- und Lebensmittelkonzern PepsiCo ist einer der bekannteren und größeren Konzerne auf diesem Planeten. Doch gerade solche Unternehmen sind selten unschuldig wenn es um wichtige Themen wie Tier- und Menschenrechte sowie die Umwelt geht. Auch die Aktiengesellschaft aus Purchase (NY) sah sich in der Vergangenheit einiger Kritik ausgesetzt.

Auswahl aus dem Pepsi Sortiment

Eine Auswahl aus dem Sortiment der PepsiCo

Pepsi – ein Konzern unter der Lupe

So war das Getränk, ebenso wie das vom größten Konkurrenten Coca-Cola, im Jahr 2006 in Indien aufgrund zu hoher Pestizidwerte verboten (Quelle: India Resource Center). Zuvor hatten beide Unternehmen es versäumt, etwas für die Qualitätsverbesserung zu tun. Des weiteren wurden im Jahr 2011 Stimmen laut, dass Pepsi in Zusammenarbeit mit dem auf Biotechnologie spezialisierten Unternehmen Senomyx mit Stammzellen versetzte Geschmacksverstärker einsetzen würde. Sucht man das Internet nach Informationen darüber ab, so findet man hauptsächlich eher unseriöse Quellen in Form von Verschwörungstheoretikern.

Bei der Recherche im Internet scheint die PepsiCo sowieso eine recht weiße Weste zu haben. Verglichen mit der Coca-Cola Company erscheint das Unternehmen wie das reine Unschuldslamm. Zudem hat das Unternehmen einen recht umfangreichen »Code of Conduct«, den man komplett im Internet einsehen kann. Dieser wirkt, als sei sich das Unternehmen der sozialen Verantwortung bewusst, die die eigene Stellung am Markt mit sich bringt. Den aktuellen Code of Conduct könnt ihr unter anderem auch in deutscher Sprache auf der deutschsprachigen Homepage herunterladen. Doch wir haben das Unternehmen natürlich zu noch mehr Themen befragt, denn uns ist natürlich auch wichtig, wie vegan die Produkte überhaupt sind aber auch, wie das Unternehmen zu Tierversuchen steht. Man hat sich bei der PepsiCo große Mühe gegeben, alle unsere Fragen ausreichend zu beantworten.

Hier die erste Antwort der PepsiCo:

vielen Dank für Ihre Anfrage, die uns die Gelegenheit gibt, zu diesem oft diskutierten Themenkomplex Stellung zu nehmen.

PepsiCo bietet in Deutschland verschiedene Brands an. Unsere Getränkepalette umfasst die Marken Punica, Lipton und Rockstar sowie die kohlensäurehaltigen Erfrischungsgetränke PEPSI, Schwip Schwap, 7Up, Mirinda und Mountain Dew. Zu unserem Sortiment gehören außerdem verschiedene Snacks der Marken Lay’s, Doritos, Bugles und Wokkels. Aufgrund dieser Vielfalt möchten wir unsere Stellungnahme nach Sparten differenzieren. Grundsätzlich gilt jedoch selbstverständlich für alle Bereiche, dass unsere Produkte in vollem Umfang den innerhalb der EU und damit auch in Deutschland geltenden lebensmittelrechtlichen Bestimmungen entsprechen. Nach diesen Bestimmungen sind alle Zutaten in dem sogenannten Zutatenverzeichnis angegeben, das Sie auf jeder Verkaufsverpackung finden.

Unseren kohlensäurehaltigen Erfrischungsgetränken werden während der Herstellung und Abfüllung keinerlei Substanzen tierischer Herkunft zugefügt. Lediglich für unser Produkt MIRINDA können wir jedoch nicht ausschließen, dass in vorgelagerten Produktionsprozessen unserer Lieferanten technische Hilfsmittel tierischen Ursprungs eingesetzt werden.

Bei der Produktion von Punica und Lipton setzen wir ebenfalls keinerlei tierische Substanzen ein. Allerdings können wir nicht sicherstellen, dass von unseren Lieferanten keine technischen Hilfsmittel tierischen Ursprungs verwendet werden.

Rockstar: Außer in unserer Sorte „ZERO SUGAR“ verwenden wir selbst keine tierischen Substanzen, können aber nicht garantieren, dass in den Vorstufen unserer Lieferanten tierische Substanzen jederzeit komplett auszuschließen sind.

Der Sorte ZERO SUGAR wird der Farbstoff „Echtes Karmin“ zugesetzt, dieser ist tierischen Ursprungs. Die ROASTED-Sorten enthalten Milchbestandteile wie Kondensmilch, Sahne und Magermilchpulver. Inhaltsstoffe wie Taurin, Koffein oder Vitamine werden synthetisch hergestellt, wodurch höchste, gleichbleibende Qualität sichergestellt wird.

Snacks: Wir können nicht komplett ausschließen, dass Rohstoffe in vorgelagerten Prozessen beim jeweiligen Hersteller mit tierischen Lebensmitteln oder Hilfsstoffen in Kontakt kommen.  Produkte, die unseres Erachtens nach für Vegetarier und Veganer geeignet sind, enthalten nur Kartoffeln, Öl und Salz wie unsere  „Lay‘s gesalzen“ und „Lay‘s Superchips gesalzen“.

Tierversuche:

PepsiCo führt keine Tierversuche durch und stellt auch keine finanziellen Mittel für Tierversuche unserer Lieferanten oder anderer Unternehmen mit unseren Produkten zur Verfügung.
In Ländern, in denen die gesetzlichen Bestimmungen Tierversuche vorschreiben, um die Sicherheit von Zutaten zu bestätigen, greifen Firmen, die diese Zutaten verwenden, auf Testresultate von Dritten zurück. Wir haben unsere Bedenken bzgl. der ethischen und artgerechten Behandlung von Tieren unseren Zulieferern und Industriepartnern mitgeteilt. Wir befürworten die Verwendung von alternativen Methoden und unterstützen die Forschung an solchen Testmethoden finanziell.

Bei der Marke Rockstar hatten wir bereits im Vorfeld separat nachgefragt und hierzu bereits eine eigene Produktanfrage verfasst. Das Thema Senomyx und die Stammzellen wurde in dieser Mail außer Acht gelassen. Dies ist allerdings unserer Nachfrage zu verschulden, die dieses Thema anfangs nicht umfasste. Darum haben wir zu dieser speziellen Thematik erneut nachgefragt.

PepsiCo nimmt weder Forschungen vor noch finanziert es Forschungen, einschließlich der von PepsiCo finanzierten, aber von Dritten vorgenommenen Forschungen, bei denen von einem Embryo oder Fötus stammendes menschliches Gewebe oder Zelllinien verwendet werden.

Trotz Gerüchten und falscher Behauptungen ist es für Sie wichtig zu wissen, dass Senomyx keine HEK-Zellen [menschliche embryonale Nierenzellen] oder anderweitiges Gewebe bzw. Zelllinien verwendet, die zum Zweck der Zusammenarbeit mit PepsiCo einem menschlichen Embryo oder Fötus entnommen wurden.

Aus wettbewerbsbedingten Gründen haben wir stets den Grundsatz verfolgt, zu spezifischen Forschungsprozessen keine Stellung zu nehmen. Wir sind uns jedoch der Gerüchte und unrichtigen Behauptungen bewusst und möchten diesen entgegentreten, um sicherzustellen, dass unsere Kunden über die Sachlage informiert sind.

Unsere Erklärung zu verantwortungsbewusster Forschung kann auf unserer öffentlich zugänglichen Website im Abschnitt Corporate Governance eingesehen werden: http://pepsico.com/Company/Corporate-Governance.html.

Alle von PepsiCo finanzierten und von Senomyx für PepsiCo vorgenommenen Forschungen müssen sich an diese Erklärung über verantwortungsbewusste Forschung halten.

Es ist uns wichtig, Sie darüber zu informieren, dass Senomyx weder Zutaten an PepsiCo liefert noch PepsiCo-Produkte herstellt. Wie alle unsere Forschungspartner muss Senomyx bei den für uns erbrachten Arbeiten alle einschlägigen Branchenstandards und aufsichtsbehördlichen Normen einhalten.

Wir danken Ihnen, dass Sie sich direkt an uns gewandt haben, so dass wir Ihnen Hintergrundinformationen liefern und unsere eindeutige Stellungnahme zu diesem Punkt mitteilen können.

PepsiCo weist somit die Vorwürfe aus dem Jahr 2011 von sich. Wir können über den Wahrheitsgehalt natürlich nicht konkret urteilen, darum sollte das jede/r selbst tun. Festzuhalten bleibt, dass Pepsi-Produkte, mit Ausnahme von Mirinda und einigen Rockstar-Sorten, vegan und frei von Tierversuchen sind. Auch sonst vermittelt das Unternehmen, für einen Konzern dieser Größe, einen recht positiven Eindruck. Die Produkt- und Markenpalette von Pepsi könnt ihr auf der offiziellen Homepage einsehen.

Der Vollständigkeit halber muss man erwähnen, dass Lipton keine reine PepsiCo Marke ist. Die Marke gehört eigentlich zum Unilever-Konzern und wird nur in Zusammenarbeit mit PepsiCo produziert und vertrieben. Unilever selbst macht, wenn auch seit einiger Zeit nicht mehr für den Eistee selbst, Tierversuche und ist auch ansonsten kein sonderlich unterstützenswerter Konzern.

Ein Kommentar

  1. Mit dem Essen darf an keine krummen Geschäfte machen.

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