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Eiswasser für Tierversuche
Wasser marsch für Tierquälerei (Carsten Jünger / pixelio.de)

Eiswasser für Tierversuche

Ice Bucket – Eine Challenge geht um die Welt. Das Social Media Phänomen ist inzwischen auch in Deutschland angekommen. Ein Grund, sich den Spendenempfänger einmal genauer anzuschauen.

ALS Ice Bucket Challenge

Was genau ist das eigentlich für eine Challenge? Es handelt sich bei dieser Challenge um eine Kampagne, bei der es darum geht, sich einen Eimer Eiswasser über den Kopf zu schütten und danach 3 weitere Personen zu nominieren, die es einem innerhalb von 24 Stunden gleichtun sollen. Kommen diese dem nicht nach, so müssen diese 100 Dollar/Euro an die ALS Association spenden. Dieses Geld kommt dann der Forschung an Amyotrophe Lateralsklerose, einer degenerativen Erkrankung des motorischen Nervensystems, zugute. Das ist eigentlich eine gute Sache. Eigentlich…

Denn die ALS Association, welcher das Geld zukommt, und die durch die Challenge bereits über 60 Millionen Dollar eingenommen hat, steckt dieses Geld vor allem in eins: Tierversuche. So gibt die Organisation auf ihrer Homepage selbst an, Versuche an Tieren durchzuführen, und prahlt dort mit den Ergebnissen: http://web.alsa.org/site/PageServer?pagename=ResearchArchive_1004. Doch die wenigsten wissen dies und so wird diese Challenge munter weiter verbreitet, so dass auch immer mehr nicht prominente Menschen diese auf Facebook oder in anderen sozialen Netzwerken teilen.

Pamela Anderson war eine der ersten prominenten Personen, die sich dieser Challenge öffentlich verweigerte. Sie tat dies mit einer entsprechenden Fotomessage und einem erläuternden Text auf ihrer Facebook-Seite.

Pamela Anderson macht nicht mit

Pamela Anderson macht nicht mit

Pamela Anderson fordert hier unter anderem auch, das Geld lieber zur Erforschung alternativer Testmethoden aufzuwenden. Eine gute Idee, auch wenn deren Umsetzung vermutlich reine Utopie ist. So freut sich die Organisation weiter über Spenden in Millionenhöhe zur Qual wehrloser Tiere. So schwer es einem auch fällt, sich an die Bilder pelztragender Prominenter zu gewöhnen, so schwer sollte es einem auch fallen, an dieser Aktion etwas Gutes zu finden. Hier drängen sich teil völlig bedeutungslose Menschen ins Rampenlicht, indem sie das Leid an Tieren finanzieren.

Auch andere, mehr oder weniger prominente, Menschen hinterfragen inzwischen den Sinn dieser Aktion. So hat diese Challenge weitere, fragwürdige Aspekte. Zum einen geht es hierbei um eine ungeheure Verschwendung von Wasser, zum anderen aber auch um die Frage, wieso man denn solch Aktionen braucht, um etwas Verantwortung zu übernehmen. Es ist anzunehmen, dass es nur einer kleinen Anzahl an TeilnehmerInnen darum geht, tatsächlich gutes zu tun, sondern eher um reine Selbstdarstellung ohne die Aktion zu reflektieren.

4 Kommentare

  1. Schöner Beitrag, aber leider etwas falsch dargestellt. Tierversuche sind nicht der Zweck, sondern ein Mittel zum Zweck. Dennoch gut, dass ihr das aufgegriffen und erkannt habt.

  2. Jutta Smit-Bruns

    Manche müssen um jeden Preis in die Öffentlichkeit, denn sie wissen nicht was sie tuen…..

  3. Sicherlich sind Tierversuche nicht toll, aber es muss endlich ein Weg geben, um diese Krankheit zu besiegen und das Geld wird die Forschung hoffentlich ein ganzes Stück vorantreiben.

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