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Auf ein Wort, Attila Hildmann

Mal unter uns, lieber Attila Hildmann…

…ich persönlich halte Dich für einen Idioten. Ich meine das nicht im beleidigenden Sinne, sondern meine Meinung beruht auf Deinem, aus meiner Sicht, idiotischen Verhalten und Gebaren in der Öffentlichkeit. Eine Öffentlichkeit, die nicht Dich gefunden hat, sondern die Du vehement gesucht hast und noch immer regelmäßig suchst. Wie eine bizarre Mischung aus Tim Mälzer und Daniela Katzenberger – eben eine Mischung aus Kochkunst und Schönheitswahn.

Natürlich wird bei solch einem Artikel manch einer wieder sagen, es sei der pure Neid, der aus mir spräche. Doch das möchte ich von vornherein von mir weisen. Ich bin nicht neidisch auf Deinen Ruhm, auf Deine Zeit im Fernsehen, auf Deinen finanziellen Erfolg und am allerwenigsten auf Deinen Porsche. Ich gestehe Dir dieses Auto sogar zu, denn wenn einem materielle Dinge von Bedeutung sind, dann ist so ein Porsche doch in der Tat etwas schönes. Ich für meinen Teil definiere mich allerdings weniger über Aussehen, Öffentlichkeit und Materialismus. Und genau da gehen unser beider Wege stark auseinander. Die meisten anderen hätten sich ihren Porsche gekauft und wären damit glücklich geworden. Nur Du, Attila, Du machst daraus eine öffentliche Schlammschlacht. Es geht mir auch nicht um den speziellen Porsche-Fall, er steht nur sinnbildlich für das, was Du bist.

Und um eins ebenfalls vorweg zu nehmen, es geht mir auch nicht um die Frage, wer der bessere Veganer ist oder um eine Unterteilung in guter und schlechter Veganer. Denn dazu müsstest Du zuerst mal einer sein – Und das bist Du nicht. Sicher, Du ernährst Dich vegan und bringst vielen Menschen tierfreie Ernährung näher. Das ist löblich, leider aber auch schon alles. Es fehlt an Überzeugung und da mangelt es bereits an Deinem Willen. Für Dich ist Überzeugung scheinbar etwas schlimmes. Nur hast Du dann ein paar grundlegende Dinge nicht verstanden. Und zwar nicht vom Veganismus, sondern generell. Wenn ich von einer Idee überzeugt bin und sie für richtig halte, dann liegt es doch auch in meinem persönlichen Interesse, diese Idee unter die Leute zu bringen, ihnen den Gedanken dahinter näher zu bringen und sie für die zugrunde liegenden Probleme zu sensibilisieren. Ist das ein Fehler? Oder liegt das vielmehr in der Natur des Menschen – dient es vielmehr der Entwicklung, der Emanzipation und dem Austausch?

Bio-Fleisch ist voll in Ordnung?

Bio-Siegel

Bio ist knorke – oder?

Du hinterlässt bei mir allerdings ein Bild, das mir von Grund auf nicht gefällt. Der Grund, warum Du vegan kochst und isst ist egoistisch. Es geht Dir um Deinen Körper, nicht um die Vermeidung von Tierleid. Anders ist es nicht zu erklären, dass Du Leuten zugestehst, hin und wieder auch mal Biohuhn zu essen, während sie einmal die Woche aus Deinen Büchern kochen. Das findest Du „ok“. Auch da gehen unsere Wege auseinander. Ich finde das nicht „ok“, nicht einmal ein bisschen. Ich möchte Tierleid beenden, ich esse kein Tier, ich trage kein Tier, ich benutze keine Sachen mit Tier. Nichts, wofür Tiere gequält oder getötet wurden kommt an mich, in mich oder mir ins Haus. Darum geht es mir und ich möchte andere Menschen davon überzeugen, dass es richtig ist. Mir liegen Tiere am Herzen und ich finde es nicht „ok“, wenn sie getötet werden, auch nicht, wenn das auf einem Biohof geschieht. Das unterscheidet uns.

Aber uns unterscheiden noch andere Dinge. So ist mir der Charakter eines Menschen wichtiger als sein Körperbau und sein Aussehen. Vielleicht tue ich Dir Unrecht, wenn ich Dir das Gegenteil unterstelle, aber das ist es nun einmal, was Du vermittelst. Ein Körperkult um Gesundheit und Perfektion, der bei Dir mitunter ins unermesslich sexistische abgleitet. Das ist eine völlig abstruse Kombination, die Du propagierst, dass es mir beinahe schwer fällt, sie in Worte zu fassen. Auch VeganerInnen können übrigens korpulent sein, schockierend. Und weißt Du was? Das ist gar nicht schlimm, sie können trotzdem unfassbar nette und coole Menschen sein. Sie können sich trotzdem wohl fühlen und ein gutes Selbstwert- und Körpergefühl haben. Das hat nichts mit der Ernährung zu tun. Wärst Du nicht so selbstverliebt und besessen, vom perfekten Körper, von perfekter Haut und ewig währender Jugend, Du wärst noch immer omnivor. Darauf würde ich so einiges wetten.

Ich unterstelle Dir ebenfalls, dass Dir Tiere im Grunde egal sind. Es ist Dir egal, ob sie leiden oder ob sie es eben nicht tun. Du spendest zwar für notleidende Tiere, was toll ist, aber das tun viele Omnivore auch, ein bisschen medientaugliche Alltags-Heuchelei eben. Würde es Dir um die Tiere gehen, und jetzt wiederhole ich mich, wäre es für Dich ebenfalls nicht „ok“, wenn Menschen Fleisch essen. Vielleicht findest Du das jetzt überraschend, aber Veganismus ist nun mal mehr als Ernährung. Es ist eine Lebensphilosophie – für das Leben.

Ich könnte vermutlich noch viel mehr Worte über Dich verlieren, mich weiter in Details vergraben um Dir Deinen Spiegel der Idiotie vorzuhalten, sei es beispielsweise Deine Werbung für einen Pharmakonzern oder die Tatsache, dass ein Spiralschneider nur durch Deinen aufgedruckten Namen knapp 20€ teurer wird. Aber ich komme schlussendlich lieber auf einen enorm wichtigen Punkt zu sprechen, der eigentlich so markant ist, dass er jedes weitere Wort vorerst überflüssig macht:

VeganerInnen – alles Nazis und FaschistInnen?

Nicht nur einmal, lieber Attila, hast Du überzeugte VeganerInnen, die, anders als Du, auch versuchen, Aufklärung zu betreiben und diese Lebenseinstellung, die sich gegen jede Gewalt und für ein Ende jeden Leids ausspricht, zu verbreiten, als Nazis und FaschistInnen bezeichnet. Und da muss ich einfach sagen, dass der Spaß irgendwo auch mal vorbei ist. Wo siehst Du bitte die Gemeinsamkeiten zwischen VeganerInnen, die sich für eine bessere Welt für alle Lebewesen einsetzen (sogar für Ignoranten wie Dich) und Menschen die einer Ideologie folg(t)en, die Millionen Menschen brutal ermordet hat, die einen Vernichtungskrieg über ganz Europa gebracht hat und die nichts anderes im Sinn hat, als Diktatur, Unterdrückung, Folter und Mord?

Lieber Attila, für derartige Vergleiche solltest Du Dich in Grund und Boden schämen – sie zeugen von einer unerträglichen Dummheit. Vielleicht solltest Du Dich zuerst einmal intensiv mit der Deutschen Geschichte und danach mit dem Veganismus beschäftigen, bevor Du Dein nächstes Buch veröffentlichst. Vielleicht reicht’s ja dann irgendwann mal für den Titel „Vegan for Animals“.

Hochachtungsvoll
Dein Lars

16 Kommentare

  1. Lieber Lars,

    Dein Artikel ist hart und heftig und sollten Deine Beschuldigungen stimmen, tatsächlich wert, groß rauszukommen. Allein der Ton ist mir für einen Menschen, der allen Wesen auf dem Planeten Frieden wünscht, zu gewalttätig. Aber bleibe ich bei der Sache: Wo erfahre ich diese krassen Aussagen von Herrn Hildmann? Dass es ihm vorrangig um Körperkult und Gesundheit seines Körpers bzw. eines jeden Menschen geht, lässt sich sofort erschließen, da er allein von seinem Ziel eben wie Du schon sagtest, allen anderen Körperkulten gleich kommt mit allen Kritikpunkten, wie Körperwahn oder Oberflächlichkeit. Das allein ist aber ja kein so hartes Urteil wert. Die Aussage jedoch mit den Nazis macht mich unruhig, die mit dem Bio-Fleisch in Ordnung auch. Es gitb viele Menschen, die echt nicht merken, was sie sagen, wenn sie immer wieder beschwichtigende Worte um des lieben Friedens willen und der scheinbaren Toleranz wegen machen. Denen kann man freundlich auf die Sprünge helfen. Denn viele haben offenbar den Blick für das Eigentliche verloren, keinen Zugang zu Tieren und wollen mit markanten Aussagen nichts zu tun haben, da sie für diese Verantwortung übernehmen müssen. Etwas, was unsere allgemeins Erziehung absolut nicht will. Daher wünsche ich mir von intelligenten Veganer_innen den Mut, es mit unwissenden und schwammigen Menschen zu versuchen, ihnen langsam nahe zu legen, was das Produzieren von Fleisch für ein Leid bedeutet. Aber nicht gleich ablehnen. Oder gibt es nicht auch Dinge in Deinem Leben, die Du neu kennen gelernt hast, von denen Du vorher nichts wusstest? Danke für diese wunderbare Webseite hier. Sie ist eine große Chance.

    Viel Erfolg wünscht

    Ellen S. Müller

  2. spitze, stimme zu 100 % zu
    Veganer fahren kein Auto mit LEDER

  3. Lieber Lars,

    Der A.H. kann wegen mir alles tun, worauf er Bock hat, sich das Auto kaufen, was er will und mir ist auch egal, ob er nun ein „richtiger“ Veganer ist oder nicht. Was mir allerdings nicht egal ist, ist die Art, wie er über Veganer redet und wie er uns immer wieder beschimpft. Anfangs fand ich ihn noch sympathisch, so unverkrampft und seine Rezepte mag ich auch heute noch sehr gerne. Doch seine Arroganz und seine Beschimpfungen gehen mal gar nicht.

    Wenn ein Veganer (ich bezeichne ihn jetzt mal so), der viel in der Öffentlichkeit steht und auch Nicht-Veganern bekannt ist, der oft im TV auftritt, öffentlich über Veganer herzieht und ihnen vorwirft, dogmatisch zu sein usw., dann verstärkt das nur das negative Bild, das sowieso viele schon von uns Veganern haben. Das ist es, was mich fuchsig macht!

    Er provoziert mit Absicht (wie man bei der „Porsche-Affäre“ jetzt auch mal wieder sieht), es springen tatsächlich welche darauf an und schon kann er sich wieder hinstellen und sich daran aufgeilen, wie scheiße doch alle sind und er sowieso der Allergeilste. Durch Likes und Kommentare auf seiner FB-Seite vergrößert sich nur seine Reichweite, da ist er tatsächlich alles andere als ein Idiot, das ist einfach seine Marketing-Masche. Das und das Posten seines nackten Oberkörpers.

    Vielleicht ist es wirklich besser, ihn zu ignorieren und sein eigenes Ding zu machen? Ich weiß es auch nicht. Ich kann Dich allerdings gut verstehen und ich finde Deinen Post grandios geschrieben. Und ich kann absolut nicht bestätigen, dass Du da aggresiv rüberkommst.

    Liebe Grüße aus der Pfalz!

  4. Dieses kleingeistige Gejammer geht mir gehörig auf den Geist. Vielleicht hilft ja ein Klistir um die geistigen Verstopfungen zu lösen. Viel Erfolg!

    Attila H. jammert nicht rum, er geht seinen Weg! Wenn ich allein schon sehe, was das bei uns im Bio-Bereich bewegt, genial. Tierfrei wird gesellschaftsfähig. Ohne Attila würden wir nicht hier stehen, würden weiterhin sinnlose Diskussionen führen um uns zu rechtfertigen für das was wir sind und essen.

    Durch Attila kann heute jeder Veganer selbstbewusst seinen Weg gehen und wird nicht mehr nur belächelt (zumindest, wenn er sich nicht völlig blöd anstellt).

    Ich finde es klasse! Trotz Porsche und Ledersitzen.Das Bewusstsein wird sich bald dahin ändern, dass sinnvolle, angenehme Alternativen geschaffen werden zu Leder und Co.Da wollen wir doch alle hin? Oder hab ich das falsch verstanden? Ist es im Jammertal so schön?

    • Das wir ohne Attila Hildmann heute nicht da wären, wo wir als VeganerInnen sind, halte ich für eine sehr gewagte Aussage. Attila Hildmann tut rein gar nichts für den Veganismus außer vegane Rezepte zu vermarkten. Im Gegenteil, er spricht sich ja förmlich gegen den Veganismus als Lebensstil aus, er erteilt den Tierrechten eine klare Absage.

      Ich sehe nicht, dass Hildmann ein echter Fortschritt bzw. Wegbereiter für das vegan sein ist. Und Dein Ton gefällt mir gelinde gesagt gar nicht. Außerdem widersprichst Du Dir doch. Du gibst es als eines der Ziele aus, sinnvolle, tierfreie Alternativen zu Leder zu finden, nimmst allerdings zugleich jemanden in Schutz, dem das völlig egal ist und der da augenscheinlich gar kein Interesse dran hat. Du nimmst ihn nicht nur in Schutz sondern gibst ihm so eine Art Vorreiter-Rolle für diese Entwicklungen. Entwicklungen, an denen er weder teil hat noch die er in irgendeiner gearteten Form unterstützt. Ganz im Gegenteil, er konterkariert diese Ideen doch durch sein Verhalten vollkommen.

      Und korrigiere mich wenn ich falsch liege, aber die sinnlosen Diskussionen, die Du ansprichst, haben durch Attila Hildmann nicht abgenommen. Wie denn auch, wenn er seinen Kunden gleichzeitig verkauft, dass überzeugte VeganerInnen Nazis und Faschisten sind?

    • Liebe Angelika,

      natürlich jammert Attila Hildman rum, sogar öffentlich! Wenn er nämlich seine „ganz persönliche“ Lebensgeschichte immer und immer wieder an den Mann und die Frau zu bringen versucht. Er leidet für uns alle öffentlich und feiert sich damit selbst. Dass er seinen Weg (über Leichen) geht, kann ich nur bestätigen. Denn kritikfähig ist er nicht. Vielleicht reflektiert er auch mal etwas, aber begründete und sachliche Kritik bestraft er sogar.

      Auch ich habe vor etwa zwei Jahren die Challenge gemacht, war aber weder von den Fehlern im Buch, noch immer vom Geschmack des Essens und sehr häufig von einer sehr aufwändigen Zubereitungsweise (es geht bedeutetend leichter, aber ich koche ja auch schon Jahrzehnte) begeistert. Und ich wagte es, auch einmal Kritik in der einen oder anderen Gruppe bei Facebook zu üben. Wohlgemerkt: SACHLICH und KONSTRUKTIV! Was passierte? Ich wurde ohne vorher einmal angeschrieben worden zu sein, einfach aus den Gruppen geworfen. Und als nächstes ließ das Management des Herrn Hildmann mir erst einmal meinen Facebook-Account sperren.

      Weder dieses Verhalten noch viele andere Verhaltensweisen zeugen von allzugroße Toleranz des Attila Hildmann, der dieses doch so sehr von seinen „Gegnern“ einfordert und schnell mal mit der Beschimpfung „Müsli-Jochen“ dabei ist.

      Seine Behauptung, dass er Porsche fahren dürfe, weil er ja vegan äße, entbehrt leider jeder Logik. Geht es dabei um den CO2-Verbrauch? Dann kann ich nur sagen, dass in der westlichen Welt auch quasi jeder Veganer einen viel zu hohen Verbrauch hat. Unsere Fußabdrücke mögen zwar kleiner sein, wir tragen zur Zerstörung der Umwelt aber ebenfalls bei. Und auch fast jeder Veganer benötigt mehr als eine Erde. Zudem sollte sich Herr Hildmann mal seine Flugkilometer ansehen – ja auch dann, wenn sie beruflich anfallen. Einen Menschen gibt es nämlich nur einmal, egal ob er gerade privat oder beruflich unterwegs ist.

      Mich macht es traurig, dass er so wenig tolerant ist, sich aber bei jeder möglichen Gelegenheit herausnimmt zu sagen, dass auch er dazu beiträgt, dass Tiere nicht leiden müssen. Ich wiederhole mich ungern: Porsche, Leder, Flüge etc. sind ganz sicher nicht tierleidfrei entstanden.

      Leider bin ich mir auch sicher, dass er sein Ziel der „ewigen“ Jugend auch nicht erreichen wird. Vielleicht vergisst er in all seinen Träumen auch, dass er als adoptiertes Kind vielleicht gar nicht die gleichen Risiken in sich trägt wie es sein (Adoptiv-)Vater getan hat? Sein Jugend-, Sport- und Schlankheitswahn jedenfalls ist für manchen Menschen auch eher gefährlich. Wenn ich mir die Vorher-/Nachher-Bilder manch Challenge-Teilnehmers ansehe, macht mir das Angst. Denn junge Mädchen, die schon vorher kein Gramm zu viel auf den Rippen hatten, zeigen stolz, dass auch sie abgenommen haben. Es ist unter einigen dieser „Challenger“ geradezu schick damit anzugeben, dass selbst die halben Portionen immer noch viel zu groß sind, dass sie Mahlzeiten ausfallen lassen etc.

      Tja, und im Vegan for fit steht ja noch, dass man lediglich bei Vitamin B12 und evtl. mit Vitamin D aufpassen soll. Nun sollen alle Veganer unbedingt ein überteuertes Medikament schlucken, wofür Herr Hildmann unablässig Werbung macht. Ganz ehrlich: das passt nicht zu einem Gesundheits-Apostel! Allerdings reich hat ihn die ganze Werbung gemacht. Und er wird von den Medien sehr gerne als Vorzeige-Veganer vor die Kamera gestellt.

      Das aber liegt wohl vor allem daran, dass er so selbstverliebt ist und dazu noch viele Fans im besten Teenie-Alter vorweisen kann. Eine Klientel, die von Werbekunden dankbar angenommen wird!

      Nichts für ungut: Du darfst ihn auch toll finden, Du darfst seine Rezepte lecker finden. Ich aber weiß: auch er kocht nur mit Wasser!

  5. Wie ? Ton? Den hast Du doch vorgegeben :-).

    Ganz ehrlich, ich bin schon einige Jahrzehnte in der Tierschutzszene unterwegs, davon kann man richtig krank werden, Das Weltbild vieler Tierschützer macht mich schlicht depressiv. Mir hat nur klare Abgrenzung zu diesem oft so blindem Aktionismus geholfen. Um zu helfen braucht man einen klaren Kopf, innere Stabilität und Weitsicht.Manchmal denke ich, viele wollen im Unglück ertrinken (nennt man Helfersyndrom) und reißen andere und die Tiere gleich mit.

    Dummerweise begegnen mir diese Leute, die ich streng meide jetzt wieder als Veganer. Ich bin allergisch dagegen.

    Hauptsache vegan. Klar kaufen wir Soja aus Südamerika, gehärtete Fette sind gar kein Problem. Monsanto? Was ist das? Hauptsache vegan, gesund ist nicht wichtig. Die Menschheit wird vergiftet, aber das ist kein Thema, es geht um die Tiere.

    Attila setzt das mal wieder in vernünftige Relation.Vegan=Bio=gesund und das ist gut für Mensch und Tier. Weitsichtig.

    Und dass Attila kein Interesse an guten Alternativen zu Leder hat, das kann ja nur eine Unterstellung sein. Ich warte auch sehnsüchtig auf tragbare Schuhe. Der Markt wird sich ändern, er ist schon im Umbruch.

    • Vielleicht liegt da der Fehler: Ich bin kein Tierschützer, ich bin Tierrechtler.

      Und jemand, der weiter Leder trägt, bis es Alternativen gibt, der trägt keine Verantwortung dafür, dass es diese Alternativen irgendwann gibt. Probleme ignorieren, bis es sie nicht mehr gibt um dann von der Lösung zu profitieren? Attila Hildmann ist weder Veganer noch Vegetarier noch Tierschützer. Also kann er auch schlicht und ergreifend keine Vorbildfunktion für irgendeine dieser Richtungen übernehmen.

      Und das, was Du als „klar“ definierst sehe ich nicht so. Ich meide SOja aus Südamerika und ich weiß sehr wohl wer und was Monsanto ist. Es wird Dich überraschen, aber die meisten VeganerInnen sind sehr emanzipierte und aufgeklärte Menschen. Ich glaube, Du solltest Dich mit einigen Dingen mal intensiver beschäftigen, als sie über einen Haufen zu werfen.

  6. Ich kann dem nur zustimmen Lars. seine einstellung find ich einfach nur zum kotzen, arrogant, überheblich und … mir fällt nix mehr passendes mehr ein. vor allem find ich schlimm, dass oft behauptet wird, dass durch ihn mehr vegan geworden sind. na ob man das wirklich so sagen kann, wenn er es ja begrüßt, GUTES fleisch zu essen??? ich bin es jedenfalls ohne ihn geworden. da gibt es bessere vegane köche, die es mit leib und seele sind

  7. Hallo Lars,
    ich gebe Dir Recht. Hundertprozentig. Leider geht es ihm nur um seinen eigenen Erfolg und sein Konto.
    Sein letzter Auftritt bei „Maischberger“ hat mir wieder gezeigt, wie kalt er ist. Wie egal ihm Tierleid ist. Und selbstverständlich ist für ihn auch schlechte Presse eine gute, denn es wird ja über ihn geredet. Ich brauche weder seine Kochbücher, noch die von ihm beworbenen Produkte. Vegan leben ist eine Einstellung, das essen ist ein kleiner Teil davon. Ich sehe ihn auch eher als Schlag in’s Gesicht für die vegane Bewegung. Aber ich denke immer „karma is a bitch“. Ändern werden die Veganer, die es aus Empathie sind, sicher nicht. Aber wenn er halt auf beiden Hochzeiten – der der Veganer und der Fleischesser – tanzen will, kann das nicht funktionieren.
    Da lob ich mir Björn Moschinski. Allein seine Ausstrahlung zeigt, dass er Empathie hat. Liebe Grüsse aus Krefeld

  8. Finde ein wenig doof von A., dass er so über vegane Tierernährung schimpft… ich kann doch meinem Hund nicht die Massentierhaltungssehnen und -knochen unter die Nase halten !! Ausserdem überlegen wir mal, wer bei den Wölfen das schönste Stück des erlegten Tieres – den mit Grünzeug gefüllten Magen- bekommt … – das Leittier, der Chef, der Stärkste ! Und dann wird erst mal wieder ne Zeit Grünzeug gefressen, denn die Rudel jagen sich nicht dumm und dämlich, sie sind genügsam. Und sie stehen nicht auf Antibiotika, Hormone und mit Kraftfutter vollgepumpte und schnell hochgezogene Tiere. Zu uns Veganern… hm, ich denke schon auch, dass wir uns auch in der Wortwahl etwas beherrschen sollten. Niemand sollte uns Extremismus vorwerfen können, denn wir sind doch alles andere als das! Ich glaube nur und da gehe ich auch von meinen eigenen Gedanken aus, dass wir oft so belächelt, für blöd gehalten werden und und uns dabei schon oft die Wut hochkommt über soviel Unverständnis und Intolleranz. Warum darf ich beim Bäcker nicht freundlich fragen, ob das Gebäck mit Schweineschmalz gebacken ist? Von Menschen wie Attila würde ich mir einfach wünschen- und gerade, weil er Viele erreichen kann und Viele inspirieren könnte, dass er seine Arbeit nicht nur für seinen Geldbeutel tut, sondern es wenigstens mit Propaganda für gesunde Ernährung PLUS Tier- und Menschenrechtsschutz wie Klimaschutz usw. verbindet. Aber da macht man sich vielleicht bei der ganz breiten Masse unsympathisch und das wiederum ist nicht gut für den Geldbeutel… schade. Liebe Mit- Veganer- macht weiter so, seid auf dem Weg und stuppst die Leute dabei nett an, damit wir mehr werden. Wut, auch, wenn sie aus Traurigkeit entsteht bringt uns nicht weiter. Love & Peace to all of us, human animals and animals 😉

  9. Ein sehr guter Artikel! Hildmann ist einer der widerlichsten Zeitgenossen überhaupt. Was für ein Heuchler. Ich kann ihn keine Minute reden hören, geschweige denn mir sein selbstverliebtes Zeug auf Facebook durchlesen.

  10. Ich möchte gar nicht für oder gegen A.H., oder irgendjemanden der hier einen Komentar

    geschrieben hat, schreiben.

    Mich persönlich interessiert auch gar nicht die Motivation so sehr, warum sich jemand vegan ernährt oder dafür wirbt,

    näher bringt oder aufklärt.

    Es ist nicht so, dass ich die Motivation aus ignoranz vernachlässigen möchte, sondern weil ich denke, dass das

    Bewusstsein veganer Ernährung für viele Menschen -vermutlich- noch sehr am Anfang steht und ich für jeden Schritt in

    die richtige Richtung einfach dankbar bin.

    Aus meiner Sicht, muss das Bewusstsein ja auch erst mal wachsen. Und da ist auch ein A.H. mit seiner Arbeit meiner Meinung

    nach auch sehr hilfreich, weil er vermutlich mit seiner Sicht- und Herangehensweise die Menschen erreicht, die andere

    mit ander Sicht- und Herangehensweise, vielleicht nicht erreichen können-und umgekehrt…

    Zum Beispiel,

    ich persönlich gehe davon aus, das viele Menschen ganz tief innen, ganz genau wissen, dass da was nicht in Ordnung ist.

    Vermutlich tragen viele Schuldgefühle für ihre Ernährungsweise in sich und können aufgrund der Herangehensweise,

    vermutlich etwas von jemanden besser annehmenm mit dem sie sich auch besser identifizieren und vielleicht nicht

    schuldig fühlen müssen… als von jemanden, der ihnen einen Spiegel vorhält…

    Und da gibt es vermutlich ganz unterschiedliche Herangehensweisen die besser oder weniger erfolgreich angenommen

    werden können.

    Ich persönlich kann und möchte keinen sagen: Ist ok- geleglich Fleisch!- Nur um eine Strattegie zu verfolgen um mehr

    Menschen erreichen zu können um sie schonendner oder langsamer an das Thema zu führen… Das würde ich gar nicht

    aushalten…

    Aber natürlich ereiche ich mit meiner Herangehensweise gerade aus diesem Grund nur einen Teil von denen, die ich

    gerne erreichen möchte… und so bin ich wohl, wenn auch nicht mit so einen wirklich Wohlgefühl, insgeheim froh, dass es

    jemanden gibt der dann vielleicht den anderen Teil erreicht- aufgrund seiner Herangehensweise.

    So ehrlich denke ich, kann ich da schon sein…

    Deshalb finde ich, muss es so viele unterschiedliche – ich nenne Sie mal- Vertreter der veganen Lebensweise, geben,

    damit möglichst viele Menschen erreicht werden können.

    Das denke ich, ist das Wesentliche, was wir nicht aus den Augen verlieren sollten.

    Ich finde, darauf sollten wir uns konzentrieren und nicht einander anfeinden, nur weil Menschen mit

    unterschiedlichen Bewustseinseben, aus unterschiedlichen Gründen und auf unterschiedlichen Wegen sich für (die gleiche)

    positve Veränderung einsetzen.

    Denn ich gehe mal davon aus, dass wir uns vermutlich in einem Punkt alle einig sind.

    Vegane Lebensweise erzielt Tier-Mensch, Umwelt- und Klimaschutz und kann die Hungernot beenden.

    Ich persönlich, freue mich über jeden, für den auch nur eines dieser Fakten so wichtig ist, dass er

    bereit ist, seine Ernährung- und Lebensweise umzustellen… Auch, wenn nicht alle aufgeführten

    Falkten, zu seiner Entscheidung beitragen… das ist für mich sowas von Unbedeutend im Vergleich

    zu dem was es schlussendlich bewirkt.

    Denn auch, wenn alle unterschiedlich angetrieben sind, zugute kommt es doch am Ende allen

    Menschen, Tieren, Umwelt, Klima.

    Das ist was für mich zählt und für was ich sehr dankbar bin…

    abgesehen davon, glaube ich, dass mit dem wachsendem Bewusstsein,

    sich auch automatisch der Antriebsgrund auf alle

    durch unsere Lebensweise beeinflussten Gebiete,

    immer weiter ausdehnt….

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