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Die Alpro-Kontroverse
Breite Produktpalette: Alpro-Soya

Die Alpro-Kontroverse

Alpro gehört zu den wohl bekanntesten Marke für Soja-Produkte wie Milch oder Joghurt. Doch die Marke inklusive ihrer Tochter Provamel sind nicht ganz unumstritten. Ein Wechsel des Mutterkonzerns im Jahre 2009 ist bis heute Auslöser für viele Diskussionen.

eine Marke auf dem Prüfstand

Kaum ein Marke beschäftigt die Gemüter vegan lebender Menschen oft mehr, als die Marke Alpro. Das Unternehmen, zu dem auch die Marke Provamel gehört, wurde bereits im Jahr 1980 von der belgischen Vandemoortele-Gruppe als eigenständige Division ins Leben gerufen, um sich fortan auf Lebensmittel auf Soja-Basis zu spezialisieren. Über die vielen Jahre hatte die Marke es geschafft, sich an die europäische Spitze dieser Branche zu arbeiten. Aber dieses Potential zog natürlich auch ungewollte Aufmerksamkeit auf sich. So wurde die Soja-Sparte Alpro am 17. Juni 2009 von der US-Molkereigruppe Dean Foods übernommen. Konkret bedeutete das, dass der Produzent von Soja-Milch nun einem Unternehmen untergeordnet war, dessen ursprüngliches Geschäft die Ausbeutung von Tieren, im speziellen Milchkühen, war und ist. Schnell wurde seitens vieler vegan lebender Menschen nun die Kritik an Alpro lauter, infolge derer auch immer öfter von einem Boykott zu hören und zu lesen war. So griffen immer mehr Menschen zu anderen Soja-Milch Marken, die bereits zum damaligen Zeitpunkt zahlreich auf dem Markt vorhanden waren.

Die Boykott-Frage

Doch längst nicht alle VeganerInnen waren überzeugt von einem Alpro-Boykott. So konnte man – und kann man bis heute – immer wieder Diskussionen verfolgen, ob der Boykott von Alpro, und natürlich auch Provamel, denn der richtige Weg sei, oder ob es der Molkereigruppe denn nicht zu denken gäbe, wenn die Soja-Sparte einen hohen Umsatz einführe. Doch der Dean Foods Konzern stand und steht nicht nur allein wegen der Tierausbeutung in der Kritik. So kam für die fortan betriebene Soja-Sparte gentechnisch verändertes Soja zum Einsatz, wobei es seitens Dean Foods hier mutmaßlich eine sehr enge Zusammenarbeit oder gar Partnerschaft mit dem Saatgut-Konzern Monsanto gab. Der Konzern Monsanto sieht sich aus diversen Gründen weltweit regelmäßig schärfster Kritik ausgesetzt. Dabei geht es neben dem Aufkauf etlicher Konkurrenzfirmen, Lobbyarbeit und einem immensen Einfluss auf die Politik unter anderem auch um genverändertes Saatgut. Konkret gesagt ist Monsanto kein Konzern, den man gerne in irgendeiner Weise freiwillig unterstützen möchte. Menschen, die sich näher mit dem Thema Monsanto beschäftigen möchten, die werden im Internet sicher relativ schnell fündig.

Sojabohnen

Sojabohnen

Doch im Jahr 2013 gab Dean Foods bekannt, sich vom Unternehmensbereich WhiteWave Foods, dem Alpro und Provamel angehörten, fortan zu trennen. Doch diese Veräußerung verlief zunächst sehr schleppend, so dass Dean Foods noch immer geringe Anteile an der Unternehmensgruppe besaß. Bis heute gibt es die unterschiedlichsten Meinungen dazu, ob und wie viele Anteile Dean Foods noch an WhiteWave Foods und somit im Grunde auch an Alpro und Provamel hält. Des weiteren beschäftigen, aufgrund der Vorgeschichte, natürlich auch Dinge wie Gentechnik und ein mögliches Weiterbestehen der Kooperation mit Monsanto die Menschen. Da all diese Themen die Gemüter immer wieder erhitzen und viele Menschen, mangels Alternativen, kaum um Produkte von Alpro herum kommen, haben wir bei dem Unternehmen um ein Statement gebeten. All unsere Fragen wurden dort mit großer Mühe und sehr ausgiebig beantwortet, weshalb an dieser Stelle zunächst einmal das Unternehmen selbst zu Wort kommen soll.

Das Alpro / Provamel Statement

Alpro wurde Mitte 2009 an Dean Foods verkauft, das ist richtig. Die Firma Alpro, zu der die Marken Provamel und Alpro gehören, ist seit Oktober 2012 Teil der WhiteWave Foods Company, welche wiederum ein eigenständiges und aktennotiertes Unternehmen, gehandelt an der New Yorker Börse, ist. Seit dem 25. Juli 2013 besitzt Dean Foods keinerlei Anteile mehr an WhiteWaves – Alpro.

Wie Alpro und Provamel konzentriert sich auch WhiteWaves unter anderem darauf, eine pflanzliche Ernährung weiter voran zu treiben und bietet deshalb in den USA bereits eine Vielzahl pflanzlicher Lebensmittel an. Darüber hinaus engagiert sich WhiteWaves sehr stark im Sektor Bio-Obst und Bio-Gemüse.

Ein Unternehmen lässt sich jedoch nicht von heute auf morgen ausgliedern. Daher stellt Dean Foods übergangsweise WhiteWaves noch einige wenige Dienstleistungen zur Verfügung. Wir als Unternehmen Alpro sind in die Dienstleistungsprozesse (wie bspw. Co-Packing) nicht involviert, so dass wir keine Informationen über die Anzahl der Monate vorliegen haben. Alpro/Provamel werden auch in Zukunft so weiter arbeiten können wie bisher.

Wir können Ihnen versichern, dass Alpro ganz klare Verpflichtungen gegenüber einer rein pflanzlichen Ernährung einhält. Alpro möchte Produkte anbieten, die den Konsumenten helfen, sich stärker pflanzlich zu ernähren, denn auch wir sehen hier die Zukunft.

Das Wohl der Tiere liegt uns (Alpro – White Waves)  genauso am Herzen wie Ihnen und wir distanzieren uns ganz klar von den Vorwürfen auf Tierversuche und Tierquälerei.

Bevor wir Ihnen näher erläutern, woher unsere Sojabohnen stammen, möchten wir Ihnen versichern, dass alle von uns verwendeten Sojabohnen (Alpro und Provamel) selbstverständlich ohne Gentechnik sind (dies können wir anhand eines lückenlosen Rückverfolgungssystems sicherstellen). Es besteht keine Verbindung zwischen Alpro – WhiteWaves und Monsanto.

Ungefähr ein Drittel der von uns verwendeten Sojabohnen stammt aus Westeuropa und wir arbeiten mit Hochdruck daran, diesen Anteil in den kommenden 3 Jahren auf mindestens 50% auszubauen. Der Hauptanteil unserer Europäischen Sojabohnen stammt aus Frankreich – hier haben wir sogar in einigen Regionen die Kultivierung von Sojapflanzen wieder eingeführt. Die anderen zwei Drittel unserer Sojabohnen stammen aus Kanada. Wir von Alpro und Provamel kaufen keine Sojabohnen auf dem Weltmarkt!

Alpro ist der größte Abnehmer von Europäischen Sojabohnen im Bereich Nahrungsmittelherstellung. Als Europäischer Marktführer im Markt der pflanzlichen Milchalternativen ist die Nachfrage nach unseren Produkten sehr hoch und steigt kontinuierlich an. Dies resultiert selbstverständlich in einer großen Menge an Sojabohnen, die wir für die Herstellung unserer Produkte benötigen. Momentan kann diese Nachfrage leider nicht durch den ausschließlichen Einsatz von Europäischen Sojabohnen abgedeckt werden.

Der Grund liegt darin, dass der Anbau von Sojabohnen in Europa noch nicht sehr ausgeprägt ist (der Anteil der in Europa angebauten Sojabohnen entspricht weniger als 0,5% der weltweit angebauten Menge an Sojabohnen) und die Sojabohnen aus Europa bislang hauptsächlich für den Einsatz in der Tierfütterung angebaut wurden. Darüber hinaus steht der Sojabohnenanbau in Europa in einem direkten Wettbewerb zu dem Anbau von ertragreichen Mais- und Weizensorten – wir sind davon überzeugt, dass die steigende Nachfrage nach pflanzlichen Lebensmitteln in Zukunft den Anbau von Sojabohnen in Europa stärken wird.

Bei den für unsere Produkte verwendeten Sojabohnen ist die Qualität der Bohne für die Qualität des Endproduktes entscheidend – es handelt sich hier um Sojabohnen, die speziell für die Nahrungsmittelherstellung angebaut werden. Deshalb haben wir bereits vor Jahren Kooperationen mit Europäischen Sojabauern geschlossen – zusammen möchten wir Sojapflanzen kultivieren, welche qualitativ sehr hochwertige Sojabohnen tragen. Bis dahin beziehen wir weiterhin qualitativ äußerst hochwertige Sojabohnen aus Kanada – selbstverständlich pflegen wir auch mit unseren Erzeugern in Kanada langfristige Partnerschaften und sehr gute und enge Beziehungen.  Die für unsere Provamel Produkte verwendeten Bio – Sojabohnen stammen auch aus Kanada, China und auch schon zu 40% aus Frankreich.

Wir nehmen ebenfalls bereits seit einigen Jahren an verschiedenen Forschungs- und Entwicklungsprojekten teil, um festzustellen, inwieweit die Erzeugung von Sojabohnen in verschiedenen Nord-West-Europäischen Ländern realisierbar ist. Sojabohnen sind sehr anfällig für Frost und wachsen am besten in einem warmen, kontinentalen Klima. Jedoch sind wir davon überzeugt, dass es möglich sein wird, Sojabohnen auch in diesen Regionen anzubauen.

Abschließend bleibt uns noch zu sagen, dass der CO2-Fußabdruck der Bohnen aus Kanada nur gering ins Gewicht fällt, da die Lieferung nach Europa zu einem Großteil per Schiff über das Meer, Flüsse und über einen Kanal bis zur Produktionsstätte erfolgt – eine Transportweise, die einen vergleichsweise geringen CO2-Ausstoß verursacht. Dadurch dass wir unterschiedliche Produktionsstätten in Europa haben (Belgien, England, Frankreich und Niederlande), wird der Umwelteinfluss durch den Transport der fertigen Ware zu den Kunden ebenfalls reduziert, der Teil der Lieferkette, der noch den höchsten Anteil des CO2-Ausstoßes ausmacht.

Eine Bewertung

Alpro Soya Original

Alpro wieder in Ordnung?

Ein Statement, dass das Potential hat, um positiv zu stimmen. Die derzeit noch von Dean Foods in Anspruch genommenen Dienstleistungen sind demnach Überreste der ehemaligen Kooperation und, wie es scheint, rein logistische. Bei dem im Statement erwähnten »Co-Packing« beispielsweise handelt es sich, laut Wikipedia, um Verpackungsdienstleistungen. Nach aktuellem Stand ist abzusehen, dass Dean Foods früher oder später ganz aus dem Unternehmen WhiteWave Foods verschwunden sein wird. Man muss hierbei natürlich auch immer bedenken, dass die Trennung der beiden Konzerne noch nicht so lange her ist und eine solche Trennung, wie im Statement auch erwähnt, leider nicht von heute auf morgen komplett möglich ist.

Natürlich gilt zu Bedenken, dass dies ein subjektives Statement vom Unternehmen selbst ist, welches auf Selbstschutz ausgelegt sein kann und von daher nicht unbedingt auf wahren Tatsachen beruhen muss. Grundsätzlich sollte man besonders Statements größerer Konzerne immer mit Vorsicht genießen. Doch es besteht derzeit wenig Grund, an den Aussagen des Unternehmens zu zweifeln. Neutral betrachtet muss man zudem festhalten, dass Dean Foods natürlich nach wie vor mit im Geschäft ist und bei einem Einkauf von Produkten der Marken Alpro und Provamel, wenn auch in einem schwindend geringen Anteil, das Geld auch in den Händen von Dean Foods landet. Es erweckt allerdings, das muss fairerweise auch erwähnt werden, den Eindruck, als wäre WhiteWave Foods bemüht, diesen Umstand zu ändern. Die berechtigte Kritik diesbezüglich ist am Unternehmen natürlich auch nicht spurlos vorüber gegangen.

Nun muss man allerdings, und das ist sehr wichtig, dazu erwähnen, dass auch WhiteWave Foods mit »Horizon«, »Land O’Lakes« oder auch »TruMoo« ebenfalls Marken besitzt, die auf Tierleid basieren. Dadurch bleibt es dabei, dass bei einem Kauf von Alpro oder Provamel Produkten auch nach einer kompletten Trennung von Dean Foods noch immer Geld an einen Konzern fließt, unter dessen Schirmherrschaft Tiere ausgebeutet werden.

Fazit

Wer allerdings weiter auf Alpro verzichten möchte, der kann das tun, denn die komplett weiße Weste ist längst noch nicht gegeben. Letztlich bleibt es Tatsache, dass das Unternehmen in einer brisanten Lage steckt, in die es ohne eigenes Zutun geraten ist. Zumindest in Ballungsgebieten stellt der Verzicht auf Alpro Produkte aufgrund etlicher Alternativen in der Regel kein Problem dar. Da sich für Alpro durch den damaligen Verkauf an die Molkereigruppe allerdings ein sehr großer Markt eröffnet hat, ist die Marke in vielen Regionen und Märkten noch immer relativ konkurrenzlos, wodurch ein möglicher Boykott nicht so einfach ist. Durch das Statement haben vielleicht aber nun einige ein erleichtertes Gewissen, wenn sie weiter oder wieder zu Alpro greifen, denn Alpro ist, so scheint es, gemeinsam mit dem Mutterkonzern WhiteWave Foods auf dem richtigen (Rück-)Weg und entwickelt sich mit mühsamen Schritten wieder zurück zu einer echten Alternative.

Nur ob man eben damit leben kann, dass der Konzern, trotz seinem löblichen Engagement im Bereich der pflanzlichen Nahrung, eben auch tierische Nahrung produziert, und inwiefern WhiteWave Foods hier die große Ausnahme zu anderen Produzenten pflanzlicher Produkte darstellen soll, das muss am Ende sowieso jede/r für sich selbst entscheiden.

So darf auf keinen Fall unerwähnt bleiben, dass der größte Konkurrent „Sojade“ ebenfalls dem französischen Unternehmen Triballat anhängig ist, welches sein Geld nebenher auch mit Milch und Milchprodukten verdient. Auch die Konkurrenz von Alnatura, deren Soja-Produkte in immer mehr Regionen erhätlich sind, verkauft neben diesen Produkten auch Unmengen an tierischen Lebensmitteln.

Nachtrag 13.04.

Leonard Ostler hat uns darauf hingewiesen, dass einige Marken von WhiteWave Foods ebenfalls Kuhmilch im Sortiment haben. Dies hat sich nachträglich auf den Artikel ausgewirkt

20 Kommentare

  1. Leonard Ostler

    Vielen Dank für die Recherche!
    Einen Punkt muss ich noch ergänzen – der wurde leider außer Acht gelassen: Neben Marken wie Silk und Alpro gehört zu White Wave u.a. auch „Horizon“, die führende Bio-Milch-Marke in den USA, wie man auf http://www.whitewave.com lesen kann. Damit steht Alpro/Provamel auch bei völliger Trennung von „Dean Foods“ weiterhin in starkem Zusammenhang mit Tiermilch auf großstruktureller Ebene.

    • Hallo Leonard,

      Dann war es wohl leider nicht genug Recherche. Danke für Deine Ergänzung. Ich werde das bei Gelegenheit in den Artikel mit aufnehmen.

  2. Hallo,

    danke für die Mühe, die Hintergründe ein bisschen klarer zu machen. Eine Frage habe ich aber trotzdem: Welche Alternativen gibt es zu Alpro, z.B. bei Mandelmilch? Ich finde den Anspruch, pflanzliche Milch nur von Firmen zu kaufen, die nichts mit Tierausbeutung zu tun haben, zwar löblich, aber mir fällt da leider keine halbwegs gut erhältliche Alternative ein. Und wenn man diesen Anspruch an seine pflanzliche Milch stellt, muss man ihn eigentlich auch an alle anderen Produkte stellen, die man kauft, oder? Angefangen bei Gemüsebrühe bis hin zu so alltäglichen Dingen wie Taschentüchern. Ich für meinen Teil denke, dass es auch sein Gutes hat, den Firmen zu zeigen, dass man lieber deren vegane Produkte kauft als die unveganen. Letztlich wollen die alle nur Geld machen.

    Viele Grüße
    Stephie

    • Hallo Stephie,

      damit, dass es letztlich den meisten nur ums Geld geht hast Du völlig Recht. Anders funktioniert es ja derzeit auf diesem Planeten nicht, ohne Geld kann man nicht weiter produzieren. Die Frage ist allerdings immer eine des eigenen Anspruches. Dass man nicht immer gänzlich drumherum kommt, Konzerne zu unterstützen, die auch Tierleid verursachen sollte denke ich jedem realistisch denkenden Menschen klar sein. Jede/r sollte da auch seine eigenen Grenzen abstecken. Eine Zusammenarbeit mit Monsanto beispielsweise fände ich persönlich Grund genug, ein Produkt im Regal stehen zu lassen. Zum Glück ist die bei Alpro/Provamel ja nicht mehr (oder eben schwindend gering) vorhanden.

      Zu Alpro generell gibt es inzwischen viele Alternativen, beinahe jede größere Supermarkt- und Disountkette hat inzwischen Eigenmarken im Sortiment. Das beschränkt sich in der Regel allerdings auf Soja- bzw. Soja-Reis-Milch. Zur Not, wenn man wirklich auf Nummer sicher gehen möchte, kann man aber auch vieles selber machen – zum Beispiel die von Dir erwähnte Mandelmilch. Das kostet natürlich Zeit, die nicht jede/r hat oder sich nehmen will. Und das nötige Equipment sollte zudem auch vorhanden sein.

      • Danke für die Antwort, aber irgendwie leuchtet mir das nicht ein. Alpro soll man boykottieren, weil Alpro zu WhiteWave gehört und die Geschäftsbeziehungen zu einer Firma haben, die Tierprodukte herstellt. Dafür soll man Sojamilch von Firmen kaufen, die selbst Tierprodukte herstellen. Das werde ich wohl nie verstehen. Selber machen ist natürlich die beste Alternative. Möchte man aber kein Unternehmen unterstützen, das auch Tierprodukte herstellt (wie bei der Logik des Alpro-Boykotts), muss man auch bei der Mandeln darauf achten. Bei mir ist es mittlerweile eine Mischung. Habe ich keine Zeit oder brauche Milch, die sich gut schäumen lässt, kaufe ich Alpro, ansonsten mache ich die Milch selbst. Wie du schreibst, jeder muss da seine eigene Grenze finden 🙂

      • Vielen Dank für die Recherche und das zur Verfügung stellen der Antwort von Alpro.

        Ich finde einen solchen Boykott schwer umsetzbar.
        Hinsichtlich folgender Aussage von dir Lars: „Zu Alpro generell gibt es inzwischen viele Alternativen, beinahe jede größere Supermarkt- und Disountkette hat inzwischen Eigenmarken im Sortiment.“
        Wenn man die Marke Apro und Provamel boykottiert da ihr Mutterkonzern auch andere Tochterfirmen hat die Tierprodukte verarbeiten, wie verhält man sich gegenüber einem Supermarkt oder Discounter welcher maßgeblich sein Geld mit tierischen Produkten verdient. Dies dann auch mit speziellen Supergünstigen Eigenmarken die ökonomisch die industrielle Tierausbeutung bedingen.

        • Ergänzend zu: „Zu Alpro generell gibt es inzwischen viele Alternativen, beinahe jede größere Supermarkt- und Disountkette hat inzwischen Eigenmarken im Sortiment.“

          Was denkt Ihr denn wer diese Produkte von REWE BIO, Edeka BIO, Aldi Bio, LIDL etc.. herstellt?

          • Hi Martin,

            Du hast natürlich Recht, das hinter den meisten Produkten noch immer Firmen stecken, die genauso Geld mit Tierprodukten verdienen. Hier als Beispiel sei Alnatura erwähnt. Von Alnatura gibt es vegane Produkte ebenso wie Fleischwaren.

            Grß
            Lars

  3. Hallo,

    danke für den Artikel und die vielen Infos, wusste vieles davon bisher noch nicht.
    Was die Alternative (bis auf selbst machen) ist, hab ich jetzt aber auch nicht verstanden, so wie Steffi schon sagt. Wo ist der Unterschied, ob ich jetzt bei Whitefood, Alnatura oder Rewe, Edeka, Kaufland, Aldi kaufe? Also im Bezug auf die Milch jetzt… da ja ALLE auch nicht vegane Produkte verkaufen. Also ist die Frage, ob es eine Milch von einer rein veganen Firma gibt (gibt es so eine Firma überhaupt?)

    Liebste Grüße

  4. Siegrud Zetzmann

    Stephie… Meine Alternative sind Produkte von Natumi ….http://www.natumi.com/landingpage/

  5. Hallo,

    Ich bin gerade zufällig über diesen Post gestossen. Ist zwar schon etwas länger her, aber ich wollte trotzdem einen Gedanken einwerfen. Vielleicht liesst es ja jemand.
    Ich selber lebe vegan und das eigentlich den Tieren und der Umwelt zuliebe.
    Ich verstehe zwar den Grund, weshalb man keine Molkerei unterstützen will. Allerdings habe ich mir weiterführende Gedanken gemacht und bin nicht sicher, ob es nicht besser wäre, man würde gerade Molkereien unterstützen, die auch Milchalternativen anbieten. Das hört sich paradox an? Ja das tut es. Wieso ich das sage? Nun, Molkereikonzerne sind mächtig und Lobbyieren weltmeisterlich. Ihr Ziel ist es, Umsatz zu generieren. Deshalb bekämpfen Sie vegane Bewegungen und versuchen gegen zu steuern. Die Milch-Lobby ist also sehr mächtig. Kein Konzern möchte weniger Umsatz machen. Was aber, wenn ein Konzern umsatteln will? Was wenn er diese Schritt für Schritt tun will? So gibt es in der Schweiz kleine Molkereien, die auch Tofu herstellen. Der Prozess ist ähnlich wie bei Käse. Diese kleinen Molkereien haben bemerkt, dass es für sie lukrativer ist, mit Sojamilch zu arbeiten als mit Kuhmilch. Schritt für Schritt ist der Milchanteil gesunken.
    Was ich sagen möchte, anstatt die mächtige Milchindustrie zu bekämpfen, könnte man sie ja verführen. Sie überzeugen, dass es auch mit Pflanzlicher Milch geht und dass es die Kuhmilch nicht braucht um im Geschäft zu bleiben. Der Milchindustrie ist doch unterm Strich egal womit sie Geld macht. Man muss ihr aber den Weg offen lassen, sonst sperren Sie sich. Vielleicht würde der Milchkonsum so eher zurück gehen.
    Mich würde interessieren, was andere dazu denken.

    Abschliessend möchte ich sagen: Monsanto geht natürlich gar nicht. Punkt.

    Grüsse!

  6. Neben all den Überlegungen, ob man Molkereien in der „Umstellung auf tierleidfreie Produkte“ (ich wage diese here Absicht zu bezweifeln, da einfach produziert wird, was Geld bringt) stärken sollte, sollte man sich gut überlegen, ob es Sinn macht, einen global agierenden Marktführer noch weiter zu stärken, oder ob es nicht vielleicht besser ist, (zumindest etwas) kleiner, regionaler und damit sozialverträglicher zu denken und zu handeln. Denn die meisten Fragwürdigkeiten entstehen erst, wenn wir nach erfolgtem Verdrängungswettbewerb keine Wahl mehr haben und die Konzerne dann machen, was sie wollen – zumal sie dann auch einen äußerst ungesunden Einfluss auf die Legislative haben.

  7. Für mandelmilch Alternative: Kauf dir ein Glas mandelmus und tu einen Esslöffel mit 400ml Wasser in den Mixer! Gesünder ohne stabilisatoren und geht fix und ist tausend mal günstiger!!! Geht übrigens mit alles mus Sorten viel Spaß beim experimentieren

  8. natumi dinkel-mandel-milch ist der absolute hammer! und es hat gegenüber alpro den vorteil, dass sicher kein gmo drin ist, weil bio 😉 natumi ist zwar irgendwo im hintergrund auch mit einem konzern verbandelt, der auch eine unterfirma hat, die milchprodukte verarbeitet.. aber wie weit will man diese verkettungen verfolgen? hauptsache, die firma selbst quält keine tiere und vergiftet uns und unsere welt nicht bis wenig.

  9. Lieben Dank für die ausführliche Recherche und die Informationen zu diesem Thema, hat mir beides sehr geholfen. Hatte nach langem wieder einmal zwei Provamel-Dessert-Blöcke mit 4 Bechern à jeweils 125 g gekauft und 4 Becher schon gegessen. Am nächsten Tag hatte ich plötzlich den fast unumgänglichen Drang wieder davon zu essen, wollte aber widerstehen, weil ich gleichzeitig das Gefühl hatte, dass die Ware nicht einwandfrei biologisch ist und irgendwas nicht stimmt. Und meine Ahnung ging genau in die Richtung, die hier vorgestellt und beschrieben ist: eine Verbindung in die USA und zu Gentechnik. Trotzdem wollte ich es nicht glauben. Hatte dann aber eine gruselige vision und so etwas habe ich sonst nicht. Als ich dann anfing zu recherchieren, hab ich diesen Beitrag gefunden..
    Was die Firma selber schreibt wäre ja schön und hört sich sehr gut an!! Ich wünsche ihr, dass sie es schafft unabhängig von den alten Verbindungen zu werden und wirklich gute Produkte herzustellen, die für Mensch und Tier gleichermaßen ungefährlich, gesund und ethisch zu vertreten sind!!!
    Einstweilen habe ich leider noch nicht genug Vertrauen in die Firma und konnte mich jetzt guten Gewissens von den restlichen 4 Bechern trennen.

    Liebe Grüße

  10. Hallo bin hier zufällig drauf gestoßen. Der Artikel dürfte schon älter sein. Aber die beste Alternative sind die Joya Produkte!!! Ich denke die gibt es auch in Deutschland, ist österreichische Firma und die Produkte schmecken sehr gut!!

  11. Da sich das Unternehmen nun an Danone verkauft hat, ist es ab jetzt Tabu.

  12. Hallo zusammen,

    vielleicht als interessanter Nachtrag: WhiteWave (und damit auch Alpro und Provamel) wurde offiziell von Danone gekauft. Es wird also enger da oben bei der Auswahl.

    Beste Grüße,

    Götz

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